Ein neues spartenübergreifendes Kollektiv hat sich gegründet: my wife besteht aus der Bratschistin Monika BAGDONAITE, dem Cellisten Julien BLONDEL, dem Kontrabassisten und Klangkünstler Stefan SCHEIB, dem Zeichner, Maler und Filmer Klaus HARTH und der Autorin und Hörkünstlerin Katharina BIHLER.

Ein dreiviertel Jahr haben wir stille Post gespielt, haben Texte, Zeichnungen, Musik, kurze Filme und Hörstücke geschaffen und sie einander per e-mail oder Post überstellt. Die jeweiligen Empfänger haben sich davon zu Antworten in ihren verschiedenen künstlerischen Sprachen inspirieren lassen und diese wiederum in die Runde geschickt und so fort: eine weitverzweigte, musikalisch-bildnerisch-sprachliche Werkfamilie ist so entstanden, in der sich die Kunstgattungen munter vermählen, gegenseitig erzeugen und in kaskadierenden Generationen fortpflanzen: die ewig blinzelnde Urgroßmutter gehört dazu und der Mann ohne Kopf, ein fercher Fürsch, der Regentropfen jagt, Hitchcock, Helmholtz und auch ein gewisser Arnauld mit singender Säge im Ohr.

Wir präsentieren an drei Abenden die ganze Fülle dieses Materials als interaktive Installation – und fügen diesem Stammbaum live noch die eine und die andere Ur-ur-ur...-Enkelgeneration hinzu, also: my wife is a little kränk, kommt alle, der Eintritt ist frei(willig)!

Das Projekt wird gefördert von der Stadt Saarbrücken.
Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Kultur Saarland.



 

TERMINE:

17.08.2014, 11 bis 17 Uhr, Musée d'Art Mordern MUDAM Luxembourg

23.11.2013(Premiere), 29.+ 30.11.2013 , jeweils 20 Uhr,
Saal des Ministeriums für Bildung und Kultur Saarland,
Eingang Keplerstraße 21, 66117 Saarbrücken






MITSPIELER_INNEN

Monika Bagdonaite
In Vilnius (Litauen) geboren, erhielt sie mit 6 Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Später wechselte sie zur Bratsche und studierte an der Litauischen Musikakademie bei Prof. P. Radzevicius. 1999 folgte ein Studium in Deutschland, zuerst bei Prof. H. Schlichtig in München, dann bei Prof. D. Poppen und Prof. J. Kaliunaite in Saarbrücken.
Monika Bagdonaite ist Preisträgerin zweier Wettbewerbe für junge Instrumentalisten in Vilnius. Sie spielte im Kammerorchester Kremerata Baltica, in der Deutschen Radio Philharmonie und ist Mitglied im Ensemble InZeit, ensemble hors-du-cadre und Les Quatuors d'Aurore.
Als Kammermusikerin trat sie in verschiedenen Festivals auf, u.a. Chambermusic Festival Riga, Kammermusikfest Lockenhaus, Musiksommer Gstaad, Int. Streichquartettfestival Vilnius und Mouvement, Saarbrücken.

Katharina Bihler
Die Performerin, Sprecherin und Autorin beschäftigt sich seit 1990 mit experimentellem Theater, Musik und Performance. Sie realisiert heute – insbesondere mit dem Liquid Penguin Ensemble (gegr. 1997 zusammen mit Stefan Scheib) – Projekte, die an und mit den Grenzen künstlerischer Genres spielen und häufig wissenschaftliche oder historische Themen zum Gegenstand haben. Es entstehen Konzertprojekte, Hörspiele, Performances und Installationen. Die Hörspiele des Liquid Penguin Ensembles wurden mehrfach ausgezeichnet.
Sie wirkt in verschiedenen freien Projekten mit: u.a. John Cage Programm sowie Musik zum Stummfilm „Waterloo“ von Karl Grune (1928) mit Dirk Rothbrust und Stefan Scheib (2004); "Mutters Courage" von George Tabori (Regie, 2006); „Kleists Penthesilea“, Lesung im Duo mit Stimme und Gebärdensprache zu Tuschezeichnungen von Klaus Maßem (2008); außerdem Prolog-Performance zu "Herzog Blaubarts Burg" von Béla Bartók am Saarländischen Staatstheater (2008); Performancekreation zum Konzertprojekt „silent city“ im Rahmen von „strukturwandel – neues hören und sehen“ von Netzwerk Musik Saar (2010); Kurzhörspiel „Rrremix“ für das Konzert des InZeit Ensembles im Rahmen von „Hommage à Mauricio Kagel – Festival für hinterhältige Musik“ (2011). Performance zur „Langen Vogelnacht“ mit Klaus Harth (2012); „any other activity is going on at the same time“, John Cage Programm mit Flunger/Bihler/Scheib (2012).

Julien Blondel
Der in Frankreich geborene Cellist Julien Blondel erhält seine ersten Cellostunden bei Maguy Hauchecorne, die ihm das musikalische Erbe des großen Cellomeister Paul Tortelier weitergibt. Nach mehreren Preisen und Auszeichnungen auf Regionalebene fängt er sein Studium im Jahr 1995 an der Staatlichen Musikschule Arceuil-Cachan an und schließt 2000 mit dem premier prix der Oberstufe ab. Anschließend studiert er weiter bei Prof. Daniel Raclot an der Staatlichen Musikschule Gennevilliers und schließt sein Studium in Frankreich 2003 mit dem premier prix der Fortbildungsstufe ab. Seit 2003 setzt er seine Ausbildung in der Klasse von Prof. Gustav Rivinius an der Musikhochschule Saarbrücken fort.
Passionierter Kammermusiker und an den unterschiedlichsten Musikrichtungen interessiert – von Barock bis Zeitgenössisch über Freie Improvisation und Experimentell – tritt Julien Blondel als Gründer oder Mitglied verschiedener Ensembles mit großem Erfolg in zahlreichen Konzertreihen, Festivals und Rundfunkproduktionen auf, etwa mit dem Gieseking-Klaviertrio, dem Streichquartett Les Quatuors d'Aurore, dem Streichtrio ensemble hors-du-cadre sowie mit In.Zeit und dem Modern Chamber Ensemble.
Er sucht beständig neue und originelle Ausdrucksmodi sowie den Dialog und Austausch mit anderen Künstlern. So arbeitet er oft zusammen mit Theatertruppen (u.a. AFAG Theatre in Frankreich), Choreographen und Tänzern (z.b. Marguerite Donlon und der Ballett vom Staatstheater Saarbrücken) oder mit den Performern, Musiktheater- und Hörspielmachern des Liquid Penguin Ensemble.

Klaus Harth

Der Zeichner. Studium der Freien Bildenden Kunst mit dem Schwerpunkt Zeichnung bei Prof. Dieter Brembs an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Arbeitet seit 1997 an der Serie "einen vogel zu haben ist besser als nichts zu haben", mittlerweile auf 1352 Bilder angewachsen (Stand Oktober 2013). Bis 2005 Arbeit am "Honecker-Museum". Mit der Reihe "100 Tage - 100 Zeichnungen" 2002 im Mezzanin der Galerie Hilger in Wien. Seine Landschaften heißen "Gegend" und die Zeichnungen entstehen so gut wie täglich. Auf längere Zeiträume hin angelegte Serien sind Arbeitsprinzip. Ebenso immer wieder die Zusammenarbeit mit anderen. Die letzten Ausstellungen hießen: "Der Optimismus kehrt zurück" (Landtag des Saarlandes), "Nehmen Sie Einfluss - Kaufen Sie Bilder!" (Galerie Rosenrot, Mannheim) und "Falsche Versprechungen" (zusammen mit Julia Baur, Stephan Flommersfeld und Christoph Rammacher, Kunstverein Sulzbach).

Stefan Scheib
Der Komponist, Kontrabassist/E-Bassist und Klanggestalter ist in verschiedenen Ensembles improvisierter und neuer Musik tätig und wirkt insbesondere an spartenübergreifenden Projekten mit.
Er ist Mitgründer und Komponist des Liquid Penguin Ensemble, mit dem er Hörstücke, Musiktheater, Installationen und multimediale Performances realisiert. Das Ensemble ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden (u.a. Hörspielpreis der ARD 2008, Rheinland-Pfälzischer Förderpreis für junge Künstler 2002).
Weitere Ensembles sind „Feinkost Decker“, mit dem er sich dem zeitgenössischen Jazz widmet, Ensemble InZeit (Neue Kammermusik in Verbindung mit Improvisation) sowie freie Improvisation im Duo mit Elisabeth Flunger (perc) und im Ensemble „3SB“ mit Wolfgang Schliemann (perc) und Marc Stutz-Boukouya (trb).
Mit diesen und anderen Ensembles spielte er CD Produktionen und Radioproduktionen ein (u.a. für SR, SWR, BR, HR, NDR, WDR, DLR).
Stefan Scheib erhielt Kompositionsaufträge u.a. von SR-Festival Mouvement (2006), Ensemble Ricercare (2008), Inzeit (2008/10/11), Quatuor Plus (2011), Los Poseidos (2011), Philharmonie Luxemburg (2011), Opera mobile (2011) und Radio-Tatort (2009/10/11/12).
Er ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Saar.



BILDER... demnächst hier!